Gendergerechte Sprache (ab 2021)

Ab 1.Mai 2021 wird die Rote Fabrik die gendergerechte Sprache einführen und damit zu den ersten Institutionen im deutschsprachigen Raum zählen, die gänzlich auf die persönlichen Fürwörter er und sie sowie auf die Artikel der und die verzichten. Betroffen sein werden sämtliche postrevolutionären Geschäftsbriefe, die digitalen Webseiten, Poster und fabriksinterne Kommunikationsmittel, die Fabrikzeitung (die ausserdem eine lupe mitliefert um die Veränderung überhaupt lesbar zu machen) und auch die direkte gewaltfreie Kommunikation ist betroffen. 

Das rote Fabrik ist seit 40 Jahren ein beinahe autonomes Kulturareal, das von Stadt Zürich finanziert und kontrolliert wird (Auszug aus der bereits veränderten Wikipediadefinition).

SingularPlural
Ich – Wir
Du – Ihr
Es – Sie

Man verlässt sich in der Roten Fabrik bei der Umsetzung auf den gesunden sozialistischen Hausverstand. Was bedeutet das im Detail wird sich der einschlägig belastete Literaturwissenschafter fragen: Nunja im prinzip bleibt alles gleich, in Zweifelsfällen ist die 2.Person Singular oder das Plural zu verwenden.

Bisher verwendete FormenNeue Formen der direkten kommunikationBeispiele
Der Vorstand, Die Vorständin, der/die Vorstand*In, die Vorständ/Innendas Vorstand, du VorstandWieviel Stimme braucht es um das Vorstand von Fabrik zu übernehmen?
Die Mitgliederversammlungdas mitgliederversammlung, wahlweise ohne ArtikelIch/wir gehen Mitgliederversammlung!
Der/die Nazidu/das Nazi/Nazilein/NazischweinEs tut mir leid dass du Nazi spielen willst aber such dir doch bitte ein anderes Theater, wenn du Troubles vermeiden willst.
Die Pandemiedas PandemieGehst du auch Pandemie?
Der Leistungsnachweisdas LeistungsnachweisDeine Abteilung muss das Leistungsnachweis abgeben an Ende von Jahr.

Das Jahresbudget, Menü, Konzert, Theater, Starticket und Kassahäuschen bleiben unverändert sachlich und geschlechtsneutral. Verletzungen und Vergehen können gemeldet werden bei derFachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich.

D18, Abteilung für Gleichberechtigung und Sprachdiktaturen